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Metall-Tarifrunde 2020 – Debatte zur Forderung gestartet

Metall-Tarifrunde 2020 - Debatte zur Forderung gestartet

Ab März 2020 stehen die nächsten Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie an. In den Betrieben und Tarifkommissionen starten jetzt die Diskussionen zu den Forderungen.

Die endgültige Forderung an die Arbeitgeber beschließt der IG Metall-Vorstand Ende Februar.

Zu Jahresbeginn haben die Debatten über die Forderungen für die anstehende Metall-Tarifrunde begonnen. Wie viel mehr soll es für die Beschäftigten sein und wie viel kann die Wirtschaft verkraften? Darüber diskutieren die Metallerinnen und Metaller in den Betrieben und regionalen Tarifkommissionen.

Transformation und „FairWandel“ werden Thema sein

Es gab bereits erste Sitzungen der Tarifkommissionen. Die Meinungen ergeben ein vielfältiges Bild. Viele Betriebsräte berichten, dass ihre Unternehmen die Transformation als Vorwand benutzen, um zu sparen, Stellen abzubauen und zu verlagern. Trotz der weltweit abgeschwächten Autonachfrage beurteilt die IG Metall die konjunkturelle Lage grundsätzlich als nicht dramatisch. „Vieles spricht dafür, dass sich die Konjunktur bereits im zweiten Halbjahr 2020 wiederbelebt“, sagt der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann.

Angebot an die Arbeitgeber

Um den Wandel mit und im Sinne der Beschäftigten zu gestalten, sind nun gute und auch schnelle Lösungen notwendig. Daher schlägt die IG Metall den Arbeitgebern ein „Moratorium für einen fairen Wandel“ und Verhandlungen über ein Zukunftspaket vor. Ziel ist es, dass die Arbeitgeber gemeinsam mit der IG Metall die Zukunft der Beschäftigten sichern, indem sie auf Personalabbau, Ausgliederungen, Standortschließungen und Verlagerungen verzichten und sich stattdessen in Zukunftstarifverträgen verpflichten, durch Investitionen und Qualifizierung Beschäftigung, Standorte und Zukunftsperspektiven zu sichern und entwickeln.

Wegen der Unsicherheiten strebt die IG Metall bei den anstehenden Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie keinen Abschluss mit einer langen Laufzeit an. Jörg Hofmann: „Mit einer kurzen Laufzeit bleiben Korrekturen möglich.“

Die Laufzeit der geltenden Entgelt-Tarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie endet am 31. März 2020. Bis dahin gilt die Friedenspflicht. Wie in den Vorjahren orientieren wir uns an einem klaren Zeitplan. Ab Mitte Januar nimmt die Metall-Tarifrunde Fahrt auf.

Der Fahrplan

14. Januar: Der Vorstand der IG Metall diskutiert die wirtschaftlichen Rahmendaten für die Tarifbewegung.

16. Januar: Die regionalen Tarifkommissionen debattieren die wirtschaftliche Situation, die Lage in den Betrieben und die möglichen Forderungen.

3./4. Februar: Der Vorstand fasst die Diskussionen der Tarifkommissionen zusammen und empfiehlt eine Forderung.

20. Februar: Die Tarifkommissionen beschließen die Forderungen für die Metall-Tarifrunde.

26. Februar: Der IG Metall-Vorstand beschließt die endgültigen Forderungen an die Arbeitgeber. Die Tarifverhandlungen starten im März. Spätester Termin für die erste Verhandlung ist der 17. März.

28. April: Die Friedenspflicht endet um 24 Uhr. Danach sind Warnstreiks möglich.

 

Foto: Thomas Range