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#Fairwandel: Ohne Plan? Ohne uns!

#Fairwandel: Ohne Plan? Ohne uns!

Gute Arbeit fällt nicht vom Himmel. Wer will, dass Arbeit anständig bezahlt wird, sicher und menschengerecht ist, der muss sich dafür engagieren. Deshalb ruft die IG Metall zur Kundgebung am 29. Juni in Berlin auf.

Denn Politik und Wirtschaft fahren auf Sicht. Niemand hat einen Fahrplan, obwohl die Arbeitswelt vor einem Umbruch steht. Industrie 4.0, die Digitalisierung der Produktion, bricht sich Bahn – und niemand weiß, worauf diese Transformation hinausläuft. Deshalb lautet das Motto der IG Metall NRW: „Ohne Plan? Ohne uns!“

Die Uhr tickt. Der Veränderungsdruck in den Betrieben steigt, die Arbeit wird häufig komplexer, verdichteter und unüberschaubar, die Belastungen – besonders die psychischen – nehmen zu. Veränderungen verunsichern. Viele Beschäftigte treibt die Frage um, ob sie morgen noch Arbeit haben oder die Zukunft ohne sie stattfindet.

 

Stichwort Energiewende: Spätestens 2038 ist Schluss mit der Kohleverstromung.

Doch NRW, das Energieland Nr. 1, liegt beim Ausbau der Erneuerbaren Energien auf Platz 10. Noch gibt es den Braunkohleberg- bau und zwei Dutzend Kohlekraftwerke in NRW. Aber bald nicht mehr. Was bedeutet das für Stahl, Maschinenbau und Elektrotechnik? Wir wissen es nicht.

 Stichwort Mobilitätswende

In der nordrhein-westfälischen Automobil- und Zulieferindustrie arbeiten 200 000 Menschen. Allein mit dem Antriebsstrang, der beim Elektro-Auto entfällt, sind 22 000 beschäftigt. 15 000 Arbeitsplätze gelten als gefährdet. Beispielsweise bei Ford in Köln, Federal-Mogul in Burscheid und im Eisenwerk Brühl bei Köln.

 Stichwort Digitalwende

Im verarbeitenden Gewerbe von NRW sind 500 000 Menschen tätig. 40 Prozent der Fach- und Anlernarbeit gelten als ersetzbar – durch Roboter beispielsweise. Auch das Handwerk wird digital. Die Beschäftigung wird deshalb sinken, beispielsweise im Kfz-Gewerbe.

Morgen werden weniger, aber besser qualifizierte Beschäftigte gebraucht. Qualifizierung tut Not. Deshalb fordert die IG Metall ein Transformations-Kurzarbeitergeld. Schaltet ein Betrieb auf Zukunft um, können sich die Beschäftigten qualifizieren – und bleiben dem Betrieb erhalten.

Notwendig ist eine aktive Arbeits- und Industriepolitik. Sonst könnten in den nächsten fünf bis zehn Jahren 200 000 der 830 000 Arbeitsplätze im Organisationsbereich der IG Metall NRW entfallen!

IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler: „Am Brandenburger Tor setzen wir ein Zeichen: gegen die Spaltung der Gesellschaft in Gewinner und Verlierer der Transformation – für eine soziale, ökologische und demokratische Transformation.“

Das Programm

Den aktuellen Programmablauf könnt Ihr hier herunterladen: https://bit.ly/2X0ds8I 

Wir treffen uns am Samstag, 29. Juni, um 13 Uhr vor dem Brandenburger Tor.

Es spricht (u.a.) Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall.

Es treten auf: Culcha Candela, Clueso, Silly, Joris, und das Berlin Boom Orchestra.

Anmeldung: Hier könnt ihr euch direkt online anmelden: https://www.igmetall.de/fairwandel/fairwandel-anmeldung-ticket-buchen

Transformation

Die Erde bebt: Kohle- ausstieg und Energiewende, Elektromobili- tät, Industrie 4.0 und Digitalisierung – sel- ten stand die Arbeitswelt unter so hohem Druck. Auch der Handlungsdruck steigt. Denn heute werden die Weichen für die Ar- beitswelt von morgen gestellt. Deshalb ruft die IG Metall zur Kundgebung am 29. Juni in Berlin auf.

„Für mich und meine Kinder“

Warum IG Metall-Mitglieder sich für eine sichere Zukunft einsetzen – auf diese Frage gibt es wahrscheinlich so viele Antworten wie am 29. Juni Demo-Teilnehmer in Berlin. Auf der ersten von vier Kick-off-Veranstaltungen am 8. April in Gladbeck (Foto) sagte einer: „Für mich und meine Kinder, für niemand sonst.“